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Klasma Zine: Pathways To Catharsis - unbedingte Kaufempfehlung |
Nun, da kann man dem bayrischen Todes-Fünfer wohl nur gratulieren.
Mit „Pathways to catharsis” sind DEAD EMOTIONS ganz weit oben angekommen, wenn es um Death Metal aus deutschen Landen geht. Durch ihr drittes Album stellt sich das Quintett (Drummer Hell-Mut, die Gitarristen Markus und Mäx, Bassist Gorbi und „Sänger” Mosh) locker auf eine Stufe mit Bands wie Fleshcrawl, Sufferage oder Debauchery, wenn diese auch teilweise ein anderes Subgenre beackern. Von außerhalb kommen mir noch spontan Unleashed in den Sinn. Bei all der Schweden-Affinität lassen DEAD EMOTIONS glücklicherweise die oft bemühten Fettnäpfchen aus, die da Kopieren und Aufkochen heißen. Ganz im Gegenteil, die Band erschafft eine recht eigene Spielart des altbekannten Themas. Dazu ist ihr nahezu jedes passende Mittel recht, solange es den Lauf der Songs, die Brutalität und die nötige Griffigkeit nicht behindert. DEAD EMOTIONS bewegen sich mit ihrem Songwriting vollkommen unangestrengt zwischen treibender Aggression, mittelschnellem, teils auch schleppendem Geballer und dramatischen, epischen Stimmungen. Sicher, das können andere auch. Überzeugend ist die Truppe durch die Art und Weise, wie sie ihre insgesamt elf Titel zu Gehör bringt. Gekonnt wird von brachial auf melodisch und zurück geschaltet. Der Groove schiebt sich dazwischen, dann erhebt sich daraus plötzlich eine epische Atmosphäre. Die Chöre („Demon seed”, „Borderline”, „At the end of time”), halb sakral, halb Viking-artig, fügen sich stimmungsvoll und ohne Peinlichkeit in die Songs ein. Gar nicht mal so selten läßt Kreischgesang und ein schneidendes Riff schwarzmetallische Eiseskälte aufkommen. In anderen Tracks bricht fast übergangslos ein Panzer-Kommando durch die Takte, wie es Bolt Thrower gut zu Gesicht stehen würde. Nicht zu vergessen die Soli, die ein ums andere Mal eine Gänsehaut zaubern, und die sporadischen Frickeleien. Es paßt hier einfach so ziemlich alles zusammen, so daß man eigentlich keine weitere Worte verlieren muß. Ein kleiner Hänger ist für mich „Weed for the weak”. Ein Song, der, gemessen an den anderen, stumpf ist, und bei dem es DEAD EMOTIONS mit den zweistimmigen, sumpfigen Vocals etwas übertreiben. Das war’s dann aber auch. Das Album an sich steht auf einem sehr erdigen Klangfundament, was bedeutet, daß auf „Pathways to catharsis” allen Instrumenten und dem Gesang der gebührende Raum gelassen wird, und das Gesamtwerk trotzdem derb und fast schon so warm wie von Vinyl anmutet. Als Bonus gibt es ein Live-Video zu „Disdained” und einen weiteren Clip zu „There is no dawn”. Also - „Pathways to catharsis” sollte man gehört haben. Eine unbedingte Kaufempfehlung ist hiermit ausgesprochen.
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